Heimathafen

Bei strahlendem Sonnenschein und nach einem letzten Frühstück an Bord, wurde heute morgen gegen 10 Uhr der Anker gelichtet. Mit südlichen Winden ging es mit 3 großen Schlägen über das Haff zurück  nach Ueckermünde.

So ging der sehr windreiche Sommerurlaub mit der @venture zu Ende. In 10 Tagen sind wir insgesamt 265nm gesegelt mit einem Hafentag zum Sturm abwettern. Der Motor kam nur zum Einsatz, um aus den Hafen rein oder raus zu kommen.

Eine Sonnenbrille und ein iPhone sind über Bord gegangen, das waren alle Katastrophen die diesmal passiert sind.

 

Kurs Südost

Start Kröslin gegen 11.30 Uhr bei südwestlichen Winden mit 4 bis 6bft. Unter vollen Segeln ging es zügig durch die Peenemündung am Ruden vorbei mit Kurs Nordost auf die Ostsee hinaus zur Greifswalder Oje.

Mit raumen Wind und im Schnitt 7ktn surften wir förmlich die Ostseewellen ab, immer entlang der Strände von Usedom in Richtung Südost, vorbei an Trassenheide, Zinnowitz, Heringsdorf und Albeck bis nach Swinemünde in Polen.

Von Swinemünde ging es dann durch den Kaiserkanal zurück in heimatliche Gewässer auf das Stettiner Haff.

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Für  die Nacht wurde der Anker im Neuwarper See auf der Deutsch-Polnischen Grenze ausgeworfen, mit Blick auf Altwarp (Deutschland) und Neuwarp (Polen).

Tagesbilanz 48sm

 

Wellness in Kröslin

Nach dem heutigen „Anker lichten“ ging es bei westlichen Winden mit 4-5bft hinaus auf den Greifswalder Bodden. Auf den eindringlichen Wunsch der zwei Damen an Bord, hieß es bei allerfeinstem Segelwetter, Kurs Richtung Marina Kröslin. Nach nur 3 Stunden unter Segeln und 18sm war die Hafeneinfahrt erreicht. Kaum war die @venture festgemacht und alle dringenden Arbeiten an Bord erledigt, standen die Beiden mit gepackten Taschen an Deck und verabschiedeten sich mit den Worten „Wir sind in 3 Stunden zurück.“ und verließen das Schiff in Richtung der Wellness und Spa Anlagen der Marina. Der Kapitän blieb indes zurück und nutzte die Zeit sinnvoll um diverse Ausbesserungsarbeiten an Deck sowie die dringende Reparatur der Bordtoilette durchzuführen.

Nach exakt 3 Stunden standen 2 glückliche Damen wieder an Deck und drängten darauf nun schick es zu gehen.

Ankern im Ziecker See

Der neue Tag beginnt wie der vorhergende Tag endete, mit ausgiebigem Regen. Also hieß es ersteinmal entspannt frühstücken und Pläne fur den Tag machen.  Zwar möchte sich Jörn heute wieder mit seinem Motorad auf die Piste begeben, allerdings wollen wir zuvor mit ihm einen kleinen Törn unternehmen.

Gegen 12 Uhr hörte es auf zu regnen und die Sonne erschien am Wolken verhangenen Himmel. So hielt uns nichts mehr im Hafen und wir machten uns auf den Weg in Richtung Having. Mit 5bft aus West sind wir sehr gut vorangekommen und konnten Jörn um 14 Uhr in Baabe absetzen, von wo er sich mit einer kleinen Boddenkreuzfahrt wieder auf den Weg zurück  nach Lauterbachs begab.

Nach einer kurzen Kaffeepause in Baabe ging es für  uns dann wieder, gegen die Windrichtung aus dem Having hinaus, auf dem Bodden. Elisa verbrachte den Rest des Tages schlafend in der Koje und wir segelten mit 6-7 ktn gegen Wind und Wellen über  den Bodden Richtung Thiessow um die Nacht gut geschützt  als Ankerlieger im Ziecker See zu verbringen.

 

 

Rund Vilm

Heute haben wir es einmal etwas ruhiger angehen lassen. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Sonnenschein haben wir uns auf den Weg Richtung  Having gemacht, „Robben suchen“.

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Nachdem wir die gesamte Bucht einmal abgesegelt sind (ohne Robben zu sichten) wurde die Insel Vilm an Steuerbord umrundet und auf direktem Wege wieder der Hafen Lauterbach angesteuert, bevor uns das nächste Regenband erreicht hat.

Das Geburtstagskind Jörn ist heute für  eine Nacht mit seinem Motorrad zu Besuch gekommen. Voller Tatendrang hat er sich gleich auf in den Mast gemacht, um einen potentiellen Kurzschluss im Antennenkabel zu finden. Beim Versuch dieses Ereignis gleich im Bild fest zu halten, hat sich Grit dazu entschlossen ihr IPhone im Hafen zu versenken. Hoch motiviert wie Jörn nun einmal ist, hat er sich umgehend aus den luftigen Höhen zurück an Deck begeben. Von dort ging es auf direktem Wege ins kühle Nass, um das IPhone aus seiner misslichen Lage zu befreien, was leider nicht gelang.

So verbrachte das Telefon die Nacht auf dem Grund des Hafenbeckens, bevor ein professionelle Taucher am nächsten Morgen in kurzer Zeit Erfolg vermelden konnte.

Lauterbach – Rügen

Heute morgen 8 Uhr hieß es endlich wieder „Leinen los“. Mit Westwind, der immer noch mit 7bft Böhen bließ, haben wir uns auf den Weg Richtung Stralsund gemacht. Nach einer kurzen Stippvisite in Stralsund, auf ein Fischbrötchen und einen kurzen Schnack mit unserem ehemaligen Funklehrer an der Pier, haben wir 12.20 Uhr die Klappbrücke passiert.

Beim Setzen der Genua bei achterlichem Wind mit 5 bft, passierte es dann!

Das Segel rutschte in einem Zug aus dem Vorstag und landete zur Hälfte im Wasser. Was war passiert?

Offenbar hatte sich der Schäkel, welcher die Genua im Masttop hält, geöffnet und ging verloren. Als Konsequenz machte sich die Genua auf den Weg Richtung Deck bzw. ins kühle Nass.

Jetzt hieß es Segel bergen und das Problem beheben. Da sich jedoch der Traveler der Rollfock immer noch im Masttop befand und keine Anstalten machte von selbst hinunter zu gleiten, musste ein Mitglied der Crew nach oben.

Die Wahl viel auf Elisa und gut gesichert im Bootsmannstuhl, wurde sie umgehend in luftige Höhen gezogen.

Sie konnte, mit einer sehr guten Aussicht auf den Strelasund, das Problem im Masttop schnell beheben und den Traveler erfolgreich an Deck zurückbringen.

Nach dem Aufheißen und dem erneuten Setzen der Genua, ging es anschließend zügig und mit allerfeinstem Segelwetter weiter Richtung Lauterbach.

Mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 8ktn konnten wir gegen 17 Uhr und einer Tagesbilanz von 40sm in der Marina von Lauterbach festmachen.