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Der Tag begann mit dem Aufzug einer Gewitterfront. Um dieser zu entkommen, haben wir um 9 Uhr den Anker gelichtet und uns auf die letzten Meilen über das heimatliche Haff nach Ueckermünde gemacht. Mit achterlichem Wind ging es mit 3 Knt entspannt voran und bei strahlendem Sonnenschein haben wir schließlich gegen 12.30 Uhr die Leinen, nach insgesamt 1540 nm, wieder in unserem Heimathafen festgemacht.
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Tagesbilanz: ca. 15 nm

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Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang

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Der heutige Tag begann besonders früh, da wir die erste Brückenöffnung um 5.20 Uhr nehmen wollten um anschließend den Bodden und das Achterwasser zu durchqueren. Noch vor dem Sonnenaufgang hieß es daher, zusammen mit einer weiteren Yacht, Leinen los und Kurs Richtung Greifswalder Bodden. Nach 7 Stunden unter Segeln und Maschine haben wir kurz vor der geplanten Öffnung die Brücke Wolgast erreicht. Zusammen mit 7 weiteren Yachten drehten wir vor der Brücke unsere Runden in Erwartung der baldigen Öffnung. Nach 25 Minuten erfolglosem Warten erfuhren wir schließlich, dass die geplante Öffnung auf Grund eines Marathons heute gestrichen wurde. So blieb uns nichts anderes übrig als weitere 5 Stunden auf die nächste Öffnung zu warten. Mit Vollgas durchquerten im Abendlicht das Achterwasser und so gelang uns auch noch die letzte Öffnung der Zecheriner Brücke zu erwischen. Direkt hinter dieser viel dann auch der Anker bei absoluter Dunkelheit und wir in die Koje. Morgen steht uns dann die letzte Etappe unseres Törns über das Haff nach Ueckermünde bevor.

Tagesbilanz: ca. 52 nm

Stralsund

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Die heutige Nacht im Warnemünder Stadthafen zählte zu den unruhigsten des gesamten Törns. Die Wellen die von der Ostsee her in den Hafen liefen, sorgten für einen beständigen Schwell im Hafenbecken, sodass
wir die ganze Nacht durchgeschaukelt wurden und die @ddi an den Leinen riss. Da im Verlaufe des Tages ein Abflauen des Windes vorhergesagt war, haben wir früh um 7.00 Uhr die Leinen wieder losgeworfen, um möglichst viel Strecke noch unter Segeln zurücklegen zu können. Vor der Hafeneinfahrt erwartete uns dann, bei NW Winden mit 3 Bft, eine immer noch recht hohe Welle von bis zu einem Meter, sodass auch hier noch eine deutlich spürbare Bewegung im Schiff war. Mit 4 Ktn ging es dennoch die ersten 3 Stunden gut voran, bis kurz vor dem Darßer Ort der Wind gänzlich einschlief. Nun ging es nur noch mit Unterstützung der Unterwasser-Genua voran.
Nach 11 Stunden Fahrt haben wir schließlich den Stadthafen von Stralsund erreicht. Morgen möchten wir die erste Brückenöffnung des Tages um 5.20 Uhr nutzen, um unseren Weg Richtung Greifswalder Bodden fortzusetzen. Bis zu unserem Heimathafen in Uckermünde sind es noch ca. 70 nm, welchen wir in den nächsten 2 Tagen erreichen möchten.

Tagesbilanz: ca. 56 nm

Warnemünde

Heute morgen 7 Uhr haben wir als erstes nochmals die Wettervorhersage gecheckt. Da uns für die westliche Ostsee NW Winde mit 5Bft und Wellenhöhen bis 1,1 Metern versprochen wurden, haben wir uns dazu entschlossen unseren Kurs Richtung Rostock-Warnemünde wieder aufzunehmen nehmen. So haben wir gegen 9.30 Uhr den Hafen wieder verlassen. Doch schon kurz nach dem Verlassen der Hafeneinfahrt wurde uns klar, das schon hier die angesagte Wellenhöhe überschritten wurde. Daher haben wir nur die 2/3 der Genua gesetzt und dennoch unseren Weg über die Mecklenburger Bucht Richtung SO fortgesetzt. Mit durchschnittlichen 6 Ktn kamen wir auch sehr gut voran. Doch mit jeder Meile die wir weiter auf die die offene See kamen nahm die Wellenhöhe zu, sodass wir gegen Mittag zeitweise mit Spitzengeschwindigkeiten von 8,4 Ktn die von achtern einlaufenden Wellen von mehr als 2 Metern hinab surften. Gegen 16.30 lag schließlich die Hafeneinfahrt von Rostock-Warnemünde vor uns und über Funk hörten wir im Revier-Wetterbericht schliesslich, dass wir es strichweise mit Böhen bis zu 7 Bft aufgenommen hatten. Glücklich und erleichtert haben wir schließlich im Stadthafen von Warnemünde festgemacht. Morgen früh geht es dann weiter Richtung Stralsund.

Tagesbilanz: ca. 36 nm

Fehmarn

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Heute morgen 8 Uhr haben wir uns bei diesigem Wetter wieder auf den Weg gemacht mit Kurs Ost, Richtung Fehmarn. Bei absoluter Windstille, bot sich uns auch gleich die Gelegenheit unsere Maschine bzw. die Kühlung der Maschine ausgiebig zu testen. Und tatsächlich sie versah ihren Dienst wieder zuverlässig. Bei Auslaufen aus der Kieler Förde wurden wir darüberhinaus von einem Marineverband, der aus insgesamt 9 Schiffen bestand eskortiert und über unseren Köpfen kreiste in regelmäßigen Abständen eine einmotorige Maschine.

Am frühen Nachmittag frischte der Wind dann endlich etwas auf und so konnten wir noch einige Meilen segeln, bevor kurz vor Fehmarn der Wind wieder gänzlich einschlief. So kam unsere Unterwasser-Genua wieder zum Einsatz und schob uns zuverlässig unter der Fehmarnsund-Brücke hindurch und gegen 18 Uhr in den Stadthafen von Burgstaaken auf Fehmarn. Hier werden wir morgen Vormittag zunächst ein durchziehendes Sturmtief abwettern.

Tagesbilanz: ca. 40 nm

Reparatur und Hafentag

Nach dem wir gestern Abend schon die potentielle Fehlerquelle unseres Maschinenproblems identifizieren konnten, haben wir uns heute morgen 8 Uhr auf den Weg gemacht ein entsprechendes Ersatzteil zu besorgen. Wie sich herausgestellt hatte war der Impeller, ein Teil der Wasserpumpe welche das Kühlwasser in den Motor pumpt, gebrochen und somit wurde die Maschine nicht mehr ausreichend mit Seewasser gekühlt. In einer 6 km entfernten Volvo Penta Vertretung haben wir schließlich zwei neue Impeller (einen als Ersatz) erstanden und konnten das Problem somit erfolgreich beheben.

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Den Rest des Tages haben wir dann gemeinsam bei einem Spaziergang entlang der Kieler Förde, einem Bad am Strand von Laboe und einer Fährfahrt über die Förde verbracht. Morgen geht es wieder raus auf See, nochmals mit dem Ziel Fehmarn.

Abgeschleppt

Der Tag begann mit dem Ablegen um 7.30 Uhr und leichtem Wind von 1 Bft aus West. Mit 2-3 Ktn kamen wir nur sehr schleppend voran und gegen Mittag hatten wir erst ein Drittel der geplanten Strecke zurückgelegt und die offene Ostsee lag vor uns. Nach dem der Wind kurz vor dem Verkehrstrennungsgebiet vollständig eingeschlafen war und wir nur noch seicht in der Dünung schaukelten kam wieder die Unterwasser-Genua zum Einsatz. Mit 4 Knoten schob sie uns zuverlässig voran, bis sich das vertraute Blubbern der Maschine schlagartig in ein hohles Röhren änderte. Kurz darauf ertönte auch schon der schrille piepende Warnton, welcher uns auf eine Überhitzung der Maschine hinwies. Um weiteren Schaden abzuwenden, mussten wir notgedrungen die Maschine ausschalten und trotz Flaute unter Segel versuchen voranzukommen. Unterdessen querten Tanker und Frachtschiffe in unmittelbarer Nähe unsere Kurs, ohne das wir jedoch die Möglichkeit hatten diesen auszuweichen. Nachdem wir nach 2 Stunden weniger als 2 nm zurückgelegt hatten und die einzige Yacht in unserer Nähe, welche bis dahin auch unter Segeln versuchte voranzukommen schließlich aufgab und ihre Maschine anwarf, entschlossen wir uns diese über Funk um Hilfe zu bitten. Leider reagierte sie auf unsere mehrmaligen Rufe nicht, sodass wir uns gezwungen sahen per Winkzeichen auf uns aufmerksam zu machen, bevor sie aus unserem Sichtfeld verschwand. Nach einigen erfolglosen Versuchen bemerkten Sie unsere Versuche schließlich und änderten Ihren Kurs in unsere Richtung. Es handelte sich um die sehr elegante 47 Fuss Aluminium Yacht Sayonara mit ihrer 4 köpfigen Crew. Wir schilderten unsere Problem und fragten, ob Sie uns evtl. bis Fehmarn ins Schlepp nehmen könnten. Da sie jedoch nicht nach Fehmarn wollten sondern nach Kiel, boten sie uns an uns, uns die 25 nm bis nach Kiel abzuschleppen. Dankbar nahmen wir die Hilfe an und übergaben unsere Leine. Mit flotten 6 Ktn ging es dann 4 Stunden lang bei absoluter Flaute und Sonnenschein Richtung Kiel. Gegen 18.30 Uhr erreichten wir schließlich den Heimathafen der Sayonara, wo uns die Crew im Päckchen bis zur Pier schleppte und beim Festmachen half. Nach Sonnenuntergang haben wir anschließnd noch an Bord unserer freundlichen Helfer einen sehr angenehmen und geselligen Abend verbracht. An dieser Stelle nochmals vielen herzlichen Dank an die Crew für die freundliche Hilfe und das Rundum-Sorglos-Wohlfühl-Packet.


Morgen früh werden wir uns in Ruhe mit der Reparatur der Maschine auseinander setzen.


Tagesbilanz: ca. 45 nm